St. Katharina

Die Lage des Dorfes an der Werra prägt das Ortsbild. An der Westwand der Kirche befindet sich ein Relief mit der Darstellung der Heiligen Katharina, das die ortsansässigen Künstlerin Irma Weber schuf. Im Untergeschoss des Turmes erhielt sich aus dem romanischen Vorgängerbau das Kreuzgratgewölbe. Auf eine spätgotische Bauphase im 16. Jahrhundert verweist ein Spitzbogenfenster an der Südwand. Der Hauptteil der Kirche entstand bei einem Umbau 1781. Anfang der 1990er Jahre erfolgte die umfassende Sanierung.



Adressdaten


  • 99826 Frankenroda
    Brückenstraße

Beschreibung


Den Fuß des Lesepultes bildet ein modernes Steinrelief. Es zeigt die Begegnung des auferstandenen Christus mit Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Ein kleines Kruzifix steht auf dem Altar. Es handelt sich um eine handwerklich ausgeführte Arbeit, die stilistisch schwer zu datieren ist, aber durchaus aus dem Mittelalter stammen könnte.

Der unbekannte Bildschnitzer schuf den Leib Christi als sogenannten Dreinagel-Typus, ein Nagel durchbohrt beide Füße. Diese Darstellungsweise setzte sich ab 1200 durch, als in der Frömmigkeit zunehmend das Leiden Jesu in den Mittelpunkt der Betrachtung rückte. Zuvor zeigte man Christus mit vier Nägeln befestigt, stehend vor dem Kreuz, über das Leid triumphierend.

Trotz der Einfachheit des Frankenrodaer Kruzifixes berührt der Anblick der kleinen Holzskulptur, weil sie für die individuelle Auseinandersetzung mit der Leidensgeschichte Jesu Christi steht, die bis heute Kirchgänger und Besucher beschäftigt.

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