St. Margareta

Die Margarethenkirche war Teil einer mittelalterlichen Burg. Das auffallendste Ausstattungsstück ist vorreformatorisch. Die trauernde Maria mit dem Leichnam ihres Sohnes auf dem Schoß stammt aus dem katholischen Andachtskult. Solche Figuren dienten dem Mitleiden mit der Gottesmutter und tragen den italienischen Namen „Pietà“ – Mitgefühl. Die deutsche Bezeichnung „Vesperbild“ verweist auf Gebete am Nachmittag, die der Vertiefung in die Leiden Jesu galten. An die innige Bildbetrachtung knüpften Gläubige die Hoffnung auf Vergebung der Sünden, was die Reformatoren ablehnten. Sie sahen in der Schaufrömmigkeit eine Gefahr für die Seele.



Adressdaten


  • 99817 Stedtfeld
    Oberlandstraße 1

Beschreibung


Die Stedtfelder Pietà entstand 1500 in Süddeutschland oder Tirol. Ein österreichischer Generaloberst schenkte sie 1855 der Kirche, die sie 1900 an das Thüringer Museum in Eisenach verlieh. In den 1990er Jahren bezahlte die Gemeinde die Restaurierung und holte das Museumsobjekt wieder in das Gotteshaus zurück. Dient es nun wieder der Andacht und der Belehrung der Gläubigen oder steht der kunsthistorische Wert im Vordergrund?

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