24.03.2020
Corona - kurz und knapp

Ein Wort zum Tage von Superintendent Ralf-Peter Fuchs 

Andacht Fuchs (2)

Das ist schon eine verrückte Zeit. Die Welt ist im Krisenmodus. Die Corona-Nachrichten überschlagen sich. Und wir? Wir sollen uns jetzt entspannt auf die Couch setzen und sollen uns darin einüben, wie sich die Welt auch ohne uns weiterdreht. Während sich Ärzte, Pflegepersonal und Großmarktangestellte auf den Ansturm vorbereiten, dürfen wir jetzt den Zaun streichen oder den Keller aufräumen. Früher hat es immer geholfen, sich im Notfall gegenseitig unter die Arme zu greifen, jetzt 1.50 Meter Mindestabstand. Die Sache ist schon verrückt. Da hat man sich ein halbes Leben lang Entschleunigung gewünscht. Jetzt darf man´s und man kriegt`s nicht hin.

 

Ärgern sie sich nicht! Das ist jetzt alles Neuland. Da waren wir noch nicht. Das müssen wir jetzt erst einmal erkunden. Da müssen wir erst Erfahrungen sammeln und da kann auch mal was schief gehen. Sicherlich, ein paar Gewissheiten braucht man, wenn man Neuland betritt. In einem unserer Lieder heißt es:

 

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt

der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

(Evangelisches Gesangbuch 361)

 

Das heißt doch: Auch wenn wir jetzt noch ein wenig herumstolpern, da ist einer mit uns, der uns den Weg bereiten will und uns den Weg bereiten wird.

 

Ralf-Peter Fuchs - Eisenach